Die gängigsten Begriffe in der Maschinensicherheit

Täglich erreichen uns Anfragen zu unserer Organisation, zu unseren Technologien, unserem Portfolio und unseren Leistungen. Nachfolgend finden Sie die Erläuterungen zu den gängigsten Begriffen aus der Maschinensicherheit.


Lebenszeit von Produkten, nach welcher 10 % des Produktspektrums „gefährlich“ ausfallen.

Maß für den Anteil von Ausfällen, die eine gemeinsame Ursache (common cause) haben

Verwendung einer Maschine in Übereinstimmung mit den in der Benutzerinformation bereitgestellten Informationen, d.h. zu dem Zweck, zu dem sie konstruiert wurde – Beispiel: Handkreissäge ist nicht geeignet zum Anbau an einen Tisch und Verwendung als Tischkreissäge.

Ausfall eines Geräts infolge gemeinsamer Ursache

Maß für die Wirksamkeit der Diagnose, das bestimmt werden kann als Verhältnis der Ausfallrate der bemerkten gefährlichen Ausfälle und der Ausfallrate der gesamten gefährlichen Ausfälle

Durchschnittlicher Diagnose-Deckungsgrad

Zeitraum zwischen Online-Prüfungen, um Fehler in einem sicherheitsbezogenen System mit spezifiziertem Diagnosedeckungsgrad zu entdecken

Ungleichartige Mittel oder Vorgehensweise zur Ausführung einer geforderten Funktion

Zustand einer Einheit charakterisiert durch die Unfähigkeit, eine geforderte Funktion auszuführen, ausgenommen der Unfähigkeit während vorbeugender Wartung oder anderer geplanter Handlungen, oder aufgrund des Fehlers externer Mittel.

Teil der Gesamtsicherheit, bezogen auf die EUC und das EUC-Leit- oder Steuerungssystem, die von der korrekten Funktion des E/E/PE-sicherheitsbezogenen Systems, sicherheitsbezogenen Systemen anderer Technologien und externer Einrichtungen zur Risikominderung abhängt. Sicherheitstechnik an und in Maschinen dient in erster Linie dazu, den Menschen vor potenziellen Gefahren zu schützen. Gleichzeitig wird dadurch die Umwelt und die Maschine selbst vor Schaden bewahrt. Die Gefahr wird durch Safety-Maßnahmen isoliert. Wichtige Grundlage in Europa stellen die Maschinenrichtlinie und einschlägige Normen dar. Es wäre jedoch falsch, unter „Maschinensicherheit“ nur das Abhaken vorgegebener Normen zu sehen. Gute Sicherheitslösungen machen den Produktionsprozess effizienter, anstatt ihn zu behindern. Bei Bedienern stoßen sie auf Akzeptanz – anstatt ihre Phantasie dahingehend anzuregen, wie man nicht durchdachte Sicherheitseinrichtungen überlisten könnte. So betrachtet, ist Sicherheitstechnik keine isolierte, sondern eine ganzheitliche Disziplin, die den gesamten Lebenszyklus von Maschinen und Anlagen nachhaltig prägt: Sichere Kommunikationssysteme wie SafetyBUS p und SafetyNET p gewährleisten zuverlässige Verbindungen und halten das System zusammen. Oft werden die Begriffe Security und Safety verwechselt – Safety meint den Schutz einer Person (oder eines Sachwerts) vor Gefährdungen durch eine Maschine oder Anlage.

Unter dem Begriff Security im Zusammenhang mit Computern, Kommunikationssystemen und Automatisierung sind Maßnahmen zum Schutz eines Systems vor beabsichtigten oder unbeabsichtigten Angriffen zu verstehen. Diese Angriffe können aus unterschiedlicher Motivation erfolgen, wie zum Beispiel zur Spionage oder zur gezielten Beeinträchtigung der Funktion durch Schadprogramme, wie Viren, Würmer und Trojaner. Oft werden die Begriffe Security und Safety verwechselt – Security meint den Schutz eines abgegrenzten Systems, z. B. einer Maschine oder Anlage gegen Angriffe oder unbefugten Zugang von außerhalb oder innen. Security-Maßnahmen dienen der Immunisierung der Maschine gegen beabsichtigte oder unbeabsichtigte Angriffe.

Zeitraum, während der das Gerät seine Sicherheitsfunktion erfüllt – Ist die Gebrauchsdauer überschritten, muss das Gerät ausgetauscht werden.

Einstufung der sicherheitsbezogenen Teile einer Steuerung bezüglich ihres Widerstandes gegen Fehler und ihres nachfolgenden Verhaltens bei einem Fehler, das erreicht wird durch die Struktur der Anordnung der Teile, die Fehlererkennung und/oder ihre Zuverlässigkeit.

Durchschnittliche Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls

Wahrscheinlichkeit eines gefährlichen Ausfalls

Wahrscheinlichkeit eines sicheren Ausfalls

Das Internet Protocol, kurz IP, wird im Zusammenhang mit der Protokollfamilie TCP/IP genannt und verwendet. Es hat maßgeblich die Aufgabe, Datenpakete zu adressieren und in einem verbindungslosen paketorientierten Netzwerk zu vermitteln (Routing). Dazu haben alle Stationen und Endgeräte eine eigene Adresse im Netzwerk, die IP–Adresse. Die IP-Adresse, nach IP- Version 4, ist 32 Bit lang. Sie ist in 4 Byte zerlegt und wird durch Punkte voneinander getrennt. Zum Beispiel: 127.0.0.1 Jedes Byte kann einen Wert von 0 bis 255 annehmen. Zur Erweiterung des Adressraums wurde IP V6 eingeführt welches aus einer 128 Bit Adresse besteht.

Mittlere Zeit bis zum gefährlichen Ausfall

Mittlere Betätigungshäufigkeit pro Jahr

Diskreter Level, der die Fähigkeit von sicherheitsbezogenen Teilen eines Sicherheitsgeräts spezifiziert, eine Sicherheitsfunktion unter vorhersehbaren Bedingungen auszuführen.

Vorhandensein von mehr als den notwendigen Mitteln, damit eine Funktionseinheit eine geforderte Funktion ausführt oder damit Daten eine Information darstellen können. Bekannnt aus der Safety (zweikanaliger Aufbau) oder in der Netzwerktechnik durch redundante Ausführung wichtiger Kommunikationsstrecken zur Erhöhung der Verfügbarkeit.

Verbleibendes Risiko nachdem Schutzmaßnahmen ergriffen wurden.

Wahrscheinlichkeit eines gefährlichen Ausfalls pro Stunde bei kontinuierlicher Nutzung

Anteil an der Gesamtausfallrate eines Gerätes, der zu einem gefahrbringenden Ausfall der Sicherheitsfunktion führen kann (λ_d / λ%)

Kombination der Wahrscheinlichkeit des Eintritts eines Schadens und seines Schadensausmaßes

Kombination aus Festlegung der Grenzen der Maschine, Identifizierung der Gefährdung und Risikoeinschätzung.

Auf der Risikoanalyse beruhende Beurteilung, ob die Ziele zur Risikominderung erreicht wurden

Real Time Frame Line, SafetyNET p Variante für höchste Ansprüche an die Buszykluszeit (bis 62,5µs) für Motion Control Anwendungen

Real Time Frame Network, SafetyNET p Variante für Echtzeitkommunikation mit Buszyklen bis 1ms für alle Anwendungen der Automatisierung.

Funktion einer Maschine, wobei ein Ausfall der Funktion zur unmittelbaren Erhöhung des Risikos (der Risiken) führen kann

Wahrscheinlichkeit, dass ein sicherheitsbezogenes System die geforderten Sicherheitsfunktionen unter allen festgelegten Bedingungen innerhalb eines festgelegten Zeitraumes anforderungsgemäß ausführt

Diskrete Stufe (eine von vier möglichen) zur Spezifizierung der Sicherheitsintegrität der Sicherheitsfunktionen, die dem E/E/PE System zugeordnet werden, wobei der SIL 3 (SIL 4 in der Prozessindustrie) die höchste Stufe und der SIL 1 die niedrigste ist

Maximaler SIL der für ein SRECS-Teilsystem in Bezug auf strukturelle Einschränkungen und systematische Sicherheitsintegrität beansprucht werden kann

Security Level, Maß für die Robustheit gegenüber Angriffen und Security Vorfällen

Von einem SRECS ausgeführte Steuerungsfunktion mit einem festgelegten Integritätslevel, die dazu vorgesehen ist, den sicheren Zustand der Maschine aufrechtzuerhalten oder einen unmittelbaren Anstieg des Risikos zu verhindern.

Elektrisches Steuerungssystem an einer Maschine, dessen Ausfall zu einer unmittelbaren Erhöhung des Risikos führt

Teil einer Steuerung, der auf sicherheitsbezogene Eingangssignale reagiert und sicherheitsbezogene Ausgangssignale erzeugt

Das Transmission Control Protocol, kurz TCP, ist Teil der Protokollfamilie TCP/IP. Jede TCP/IP-Datenverbindung hat einen Sender und einen Empfänger. Dieses Prinzip ist eine verbindungsorientierte Datenübertragung. In der TCP/IP - Protokollfamilie übernimmt TCP als verbindungsorientiertes Protokoll die Aufgabe der Datensicherheit, der Datenflusssteuerung und ergreift Maßnahmen bei einem Datenverlust

Einheit des Architekturentwurfs des SRECS auf oberster Ebene, wobei ein Ausfall irgendeines Teilsystems zu einem Ausfall der sicherheitsbezogenen Steuerungsfunktion führt

siehe Wiederholungsprüfung

siehe Gebrauchsdauer

Das User Datagram Protocol (UDP) hat die gleiche Aufgabe, wie TCP. Nur besitzt es als verbindungsloses Protokoll keinerlei Methoden, die sicherstellen, dass ein Datenpaket beim Empfänger angekommen ist. Diese Maßnahmen müssen übergeordnete Schichten übernehmen. UDP ist verglichen mit TCP die schnellere Kommunikationsvariante.

Bestätigen aufgrund einer Untersuchung und durch Bereitstellung eines Nachweises, dass die besonderen Anforderungen für eine spezielle beabsichtigte Verwendung erfüllt worden sind

Bestätigen aufgrund einer Untersuchung und durch Bereitstellung eines Nachweises, dass die Anforderungen erfüllt worden sind

eines gefahrbringenden Ausfalls pro Stunde siehe PFH Wiederholungsprüfung (T1) Wiederkehrende Prüfung zur Aufdeckung von Ausfällen in einem sicherheitsbezogenen System, so dass nötigenfalls das System in einen „Wie-Neu“-Zustand gebracht oder so nah es unter praktischen Gesichtspunkten möglich ist an diesen Zustand herangebracht werden kann. Technisch ist eine Wiederholungsprüfung für die meisten Geräte nicht realisierbar

Wiederkehrende Prüfung zur Aufdeckung von Ausfällen in einem sicherheitsbezogenen System, so dass nötigenfalls das System in einen „Wie-Neu“-Zustand gebracht oder so nah es unter praktischen Gesichtspunkten möglich ist an diesen Zustand herangebracht werden kann. Technisch ist eine Wiederholungsprüfung für die meisten Geräte nicht realisierbar


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